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1

Sunday, May 4th 2008, 12:25pm

Federung bei Pur oder Finescale

Hallo,
Da ich im Gegensatz zu Michael Kuhr noch keine Ergebnisse im Betrieb mit Pur-Modellen sammeln konnte,will ich hier mal meine Gedankengänge darstellen,wie ich mir das richtige "auf das Gleis stellen"meines Lokmodells vorstelle.
Ich will versuchen meine Praxis,die ich bei der Dampfbahn-Furka Bergstrecke anlässlich der Inbetriebnahme der beiden Hg3/4 erworben habe auf das Modell übertragen.
Allerdings können die Arbeiten am Modell erst ausgeführt werden,wenn das Modell ganz fertig gestellt ist.
Dazu muss ein komplizierter Achsverwiegestand gebaut werden,dass man beim Verwiegen von unten an die Federschrauben kommt.
Die Bilder 1-4 zeigen den Aufwand beim Bau einer funktionierenden Federung.
Bitte auch die Spurkränze(pur) beachten.
Das Bild 5 zeigt das Lager eines Märklin-SBB Rungenwagens(aus der grauen Serie mit detailliertem Untergestell).
Die Federung ist nicht schlecht gelöst.(warscheinlich Hübner)aber wie man deutlich sieht ist das Messinglager schräg ausgelaufen.
Will nun versuchen,die Messingbuchse herauszubohren und ein Kugellager einzusetzen.
Gruss Wolfgang
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2

Monday, May 5th 2008, 12:17pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo Wolfgang,

schönes Stück.......frohes Schaffen noch.

Bei meiner 55er von Märklin habe ich die Sache etwas einfacher gelöst, obwohl im Original natürlich die Federung auch mit Blattfedern und Ausgleichshebeln erreicht wird. Bei Märklin bekommt man zu 79 Cent pro Stk. die Fahrwerksfedern der 94er, bzw. der 44er. In die Ausnahmen für die Achslager wird dann an den bislang ungefederten Achsen ein Loch in den Rahmen gebohrt, 2,9mm(d) und etwa 7mm tief. Federn einsetzen, Achsen und Achslagerdeckel montieren und fertig. Lok aufs Gleis setzen und siehe da, sie ist zu leicht. Die Antriebsritzel greifen nicht mehr korrekt. Also Gewicht unter das Führerhaus bis es passt. Dann steht die Lok vorn zu hoch, hier auch noch Gewicht in den Kessel...passt. So, Fahrversuch, funzt hervorragend. Sattes Abrollen, kein Entgleisen auch unter Last nun mit 20 2-Achsern nicht. Die Zugkraft hat sich etwa verdoppelt. Mehrgewicht bei dieser Aktion ca. 500g. Ich habe allerdings noch einen Lautsprecher in den Kessel und den Dekoder in der Lok montiert.

Gruß

Michael
Epoche 2, die DRG als weltgrößtes Unternehmen.......

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3

Monday, May 5th 2008, 12:26pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

kannst Du davon mal ein Bild einstellen???
-----------------------------
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4

Monday, May 5th 2008, 8:04pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo Forum,

um den oben Geschriebenen etwas Bildhaftes zu geben, hier ein paar Bilder vom Tatort BR 55 in "1pur".

Die Art der Federung habe ich mir bei der T 3 abgeschaut. Bei der 55 ist ja nur die 2.Kuppelachse etwas außermittig gefedert. Im ersten Bild recht gut zu erkennen.
Die Seitenverschiebbarkeit der Achsen habe ich nur bei der 2. Achse geändert, indem ich die Anlaufscheiben nach innen verschoben habe.
Den Achslagerdeckel habe ich nach unten jeweils um 2/10mm im Bereich der Achsen abgefräßt. Dadurch ergibt sich ein größerer Federweg beim Ausfedern.
Den gesamten Rahmen habe ich noch um 1mm an den Auflagen für das Gehäuse abgefräßt, damit ist es jetzt "tiefergelegt" und zwischen Zylindern und Umlaufblech ist kein Spalt mehr. Ebenso liegt das Umlaufblech auf den seitlichen Haltern auf.
Die Gewichte hinten sind Edelstahlpellets aus denen eigentlich Radreifen werden sollten :D. Vorne ein Stück Drehmesseing(vorläufig), da in die Rauchkammer noch der Dampfentwickler muss. Im Stehkessel ist auch noch Gewicht zu erkennen.
Der Dekoder ist Normalkost ESU 3.5 XL, LS von Visaton 8Ohm in Reihe mit dem Tenderlautsprecher. Verbindung Tender-Lok über zwei Ministecker für Licht und LS unterhalb der Lok. Die Buchsen sind mit 2-Komponentenkleber angebracht. Ach ja, auf dem Tender die Federn von Märklin.

MfG

Michael Kuhr
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5

Monday, May 5th 2008, 9:07pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo Herr Kuhr,
super Umbauvorschlag, da meine BR10 jetzt super funzt, kann ich meine BR 56 laut ihrem Umbauvorschlag mir mal genauso vornehmen.

@ospizio
Ein gutes Fahrgestell mit Blattfedern und Ausgleichshebel. Meiner Meinung nach (gerade an der 10er gemacht) braucht man keine Superwaage zum Einstellen. Alle Federn leicht vorspannen, so dass die Ausgleichshebel ungefähr waagerecht liegen, diese übernehmen den Kraftausgleich und zwar ziemlich präzise. Das Gewicht der Lok sollte so ausgeglichen werden, dass der Schwerpunkt in der Mitte der Antriebsachsen liegt , Solch eine Kombination Blattfedern und Ausgleichshebel sind natürlich unschlagbar, bedürfen aber von Zeit zu Zeit je nach Material der Blattfedern Nachkorrektur.
Aber wir spielen ja gerne Bahnbetriebswerk :D
Aber wenn die Schweizer Präzision es erfordert, dann bauen Sie die Waage.
MfG. Berthold

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6

Monday, May 5th 2008, 10:09pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo Michael,

genialer Umbau!!!

Hab´schon seit Jahren eine 55er zerlegt in der Schublade weil ich auch eine Federung einbauen wollte. Da schwebte mir immer ein ausfräsen der Achslagerführungen nach oben vor - aber Deine Idee, im Deckel etwas Platz für die Achslager zu schaffen und dann das Gehäuse tiefer zu legen ist da um Längen besser - kann nur sagen boaeeeh ;-)

Meine Lok kommt demnächst auch "in Kuhr"

Gruß aus Reutlingen
Michael

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7

Tuesday, May 6th 2008, 12:27am

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo zusammen,
Bin total überrrascht über die konstruktiven Beiträge zum Thema Federung.
Toll,kann ich nur sagen.
So ist die Lösung von Märklin mit den eingelassenen Federn doch nicht so schlecht und mit wenigen Mitteln brauchbar gemacht.
Habe da noch eine Köf 2 ,wo ich den orginal Antrieb ausgebaut habe,weil sie einen Kettenantrieb und natürlich Pur -Räder bekommen soll..
Hatte mir schon Gedanken gemacht,wie ich das Federungsproblem bei dieser Lok löse.
Und Michael Staiger ,wann gibst Du den Einstand in die pur-Szene aus???
Zu bbening :
Mit der Schweizer Präzision in Verbindung gebracht zu werden,ehrt mich schon etwas.
Aber ich bin von meinen Überlegungen vom 1:1 Vorbild ausgegangen .Und da war es ja betriebswichtig,weil die rückgeführten Maschinen aus Danang einer Neulok vom BAV(Bundesamt für Verkehr)gleichgesetzt wurden und nur mit den Berechnungen und Nachweisen wieder in den Betrieb gehen konnten.
Ich habe diese Prozedur als Heizer mitgemacht und es war eine schöne,wenn auch anstrengende Zeit in meiner Dampfloklaufbahn.
Ich werde deshalb eine Achswaage aus einer billigen digitalen Haushaltswaage konstruieren,damit man die Achslast einer Lok bestimmen kann.
Das ganze auf einem kleinen Gleisstück,so dass es auch auf Modultreffen oä eingesetzt werden kann.
Gruss Wolfgang

  • »Michael Staiger« is a verified user

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8

Tuesday, May 6th 2008, 7:44pm

RE: Federung bei Pur oder Finescale

Hallo Wolfgang,

als überzeugter Modulist werd´ ich pur nur in 1:1 betreiben - da gibt´s wenigstens keine Decoder und Soundprobleme ;-)

Mit NEM kann man auch schon eine schöne Räder-Optik erzielen und mit ein bisschen Mut ist bei einer gut gefederten Lok eine pur-Spurkranzhöhe durchaus möglich - nur die Laufflächenbreite lässt nicht ganz auf pur verschmälern.

Unten ein "Schwerin" mit nachgedrehter Hübner-Radsatz und eine 44er mit gestutzten Spurkränzen.

Gruß aus Reutlingen
Michael
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